Geschichte

2000

Eine Brücke wird gebaut – und dies sogar im wörtlichen Sinne. Die Stadt Vreden baut über den Ausbach eine Brücke, die öffentlich ist, die aber auch die beiden Werksteile miteinander verbindet.

Daher beteiligt sich die Papierfabrik an den anfallenden Kosten. Zudem investiert die Firma rund 1,7 Mio. DM, um eine neue Trockengruppe in die Papiermaschine 1 einzubauen, kann aber auch weiterhin mit steigenden Produktionszahlen aufwarten: Rund 71.000 Tonnen Papier werden im Jahr produziert.

Um Platz für den geplanten Neubau zu schaffen, wird ein Teil der Gebäude der früheren Firma Hecking abgerissen.
Ende Dezember gibt es einen erneuten Wechsel an der Spitze: Dieter Brauckmann scheidet aus Altersgründen mit 70 Jahren als Geschäftsführer aus, bleibt der Firma aber in beratender Funktion erhalten. Ab Januar 2001 ist Frank Brauckmann alleiniger Geschäftsführer. Zu diesem Termin wird darüber hinaus ein großer logistischer Aufwand bewältigt: Das gesamte Rechnungswesen wird auf den EURO umgestellt.

2001

Der Betrieb wächst weiter. Mit einem Kostenaufwand von rund 3,2 Mio. DM wird das neue Rohstoffgebäude fertiggestellt.

In die Maschinen der Stoffaufbereitung, für Stoff- und Wasserbütten, eine Trafostation und für die Versorgungsleitungen zwischen den beiden Werksteilen werden 4,2 Mio. DM investiert. Weitere 3,5 Mio. DM fließen in eine neue Trockengruppe für die Papiermaschine 3 und eine neue Hochdruckpresse für die Papiermaschine 1.

Auch das Bürogebäude erhält ein neues Gesicht. Aufwändige Sanierungsarbeiten im Innen- und Außenbereich werden abgeschlossen. Zudem entsteht in der alten Maschinenhalle ein neuer Trakt. Neben einem Raum für den technischen Betriebsleiter und einem neuen Labor erhält das Archiv mehr Platz. Im Juni erfolgt die Rezertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000.

2002

Es gibt ein großes Jubiläum zu feiern: Die Papierfabrik begeht ihr erfolgreiches 50-jähriges Bestehen. Gäste aus Politik und Wirtschaft sind bei einem Festakt zugegen.

Ein Betriebsfest mit Gästen, der gesamten Belegschaft sowie Rentnern mit deren Partnern rundet die Feierlichkeiten ab und es wird eine Firmenchronik erstellt. Anstelle in einen Tag der Offenen Tür zu investieren, lässt die Papierfabrik ihre Gelder wohltätigen Zwecken zukommen und bittet auch, anstelle evtl. zugedachter Geschenke eine Spende an die "Aktion Lebenshilfe e.V." zu überweisen.

D. Brauckmann zum 50. Firmenjubiläum

2004

Der technische Fortschritt geht weiter. Ein leistungsfähigerer Dampferzeuger wird in Betrieb genommen und steigert die Produktion auf 26 Tonnen pro Stunde, was einen enormen Zuwachs bedeutet.
Eine weitere Wegmarke der Firmengeschichte kennzeichnet die erfolgreiche Zertifizierung des Umwelt-Management-Systems nach DIN EN ISO 14001.

2005

Verzichtete man eine Zeit lang auf die eigene Stromerzeugung, setzt man nun wieder darauf.
Zur Stromerzeugung nach dem KWK(Kraft-Wärme-Kopplungs)-Gesetz wird eine Dampfturbine angeschafft und in Betrieb genommen.

Im Winter gibt es im gesamten Westmünsterland ein großes Schnee-Chaos, unter dessen Folgen auch die Papierfabrik leidet. Eine Zwischenlagerhalle erleidet einen Sturmschaden.

2006

Es dauert nicht lange, da ist der Schaden behoben. Gleich zu Beginn des Jahres erfolgt der Wiederaufbau der Zwischenlagerhalle.

Zudem gibt es ein Wiederholungsaudit zur Aufrechterhaltung der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 und eine Rezertifizierung nach DIN EN ISO 14001.

2009

Stetiges Wachstum der Firma und stetige Produktion sind nur dadurch möglich, dass sie sich ständig weiterentwickelt. In diesem Zuge wird die Papiermaschine 1 demontiert und erneuert.

Teilbereiche der Maschine haben eine neue Arbeitsbreite von 2,80 Metern. Für die Folgejahre wird ein endgültiger Ausbau auf diese Arbeitsbreite geplant. Allerdings hat es die Papierindustrie angesichts der Wirtschaftskrise nicht ganz leicht. Der Absatz läuft zeitweise eher schleppend, so dass im Frühjahr eine erneute Phase der Kurzarbeit eingeläutet werden muss.