Geschichte

1992

Im Jahr des vierzigjährigen Firmenjubiläums wird aufgrund der der schwierigen wirtschaftlichen Lage mit Ausnahme eines Betriebsfests nicht groß gefeiert. Zudem bricht ein zweiter Brand aus - diesmal ist es eindeutig Brandstiftung.
Diesmal fallen 1.400 Tonnen Rohstoff aus dem Altpapierlager den Flammen zum Opfer.

Zudem präsentiert die Fabrik eine Neuanschaffung. Zur Senkung der Abfallentsorgungskosten wird eine Entwässerungspresse in Betrieb genommen. Diese reduziert zum einen das Gewichtsvolumen erheblich, zum anderen wird durch sie Wasser zurückgewonnen.

1993

Bedingt durch die schlechte Auftragslage ist die Papierfabrik nach 1975 zur zweiten Kurzarbeitsphase gezwungen.
Zwischen Januar und April fällt die Produktion an insgesamt 26 Tagen aus. Auf die Produktionsstatistik wirkt sich das wie folgt aus: Jahresproduktion im Vorjahr 44.200 Tonnen, 1993 sind es 43.300 Tonnen, ein Jahr später 49.000 Tonnen. Bis 1995 wird durch mehrere Umbaumaßnahmen an der Papiermaschine 3 die Tagesproduktion sogar auf 165.000 kg gesteigert.

1995

Erstmals wird die 50.000-Tonnen-Grenze bei der Jahresproduktion deutlich überschritten. Zudem gibt es einen wichtigen Schritt für die Fortentwicklung der Papierfabrik.

Sie erwirbt jenseits des Ausbachs Grundstücke der ehemaligen Textilwerke Hecking inklusive der Gebäude. Damit vergrößert sich der Grundbesitz der Firma auf fast 33.000 Quadratmeter. Aus logistischen Gründen ist geplant, die gesamte Rohstofflagerung und Rohstoffaufbereitung auf das neue Grundstück "up de Hacke" auszulagern.

1997-1998

Durch weiteren technischen Fortschritt wird eine magische Grenze durchbrochen. Im Oktober 1998 liegt die Produktion bei 1.000.000 Tonnen.

Wurden für die ersten 500.000 Tonnen noch 35 Jahre benötigt, konnte die gleiche Menge in etwas mehr als zehn Jahren produziert werden.

Diesem Erfolg ging 1997 ein Ersetzen der alten Papiermaschine 1 durch eine generalüberholte Maschine mit 2,50 Metern Arbeitsbreite voraus. Dadurch kann auf beiden Maschinen in einer Breite von 2,45 Metern produziert werden. Ein Maß, das zu vielen Wellpappenanlagen passt. Somit können täglich 185.000 kg produziert werden.

Frank Brauckmann und Heinz Esseling wird durch den TÜV-Cert Prokura erteilt. Eine neue Sprinkleranlage wird in Betrieb genommen. Im übrigen wird die Eigenerzeugung von Strom aufgegeben. Gründe hierfür sind günstige Strompreise, Reparaturanfälligkeit der Dampfmotoren und Probleme mit der Kondensatenölung.

1999

Ein Zukunftssicherungsplan für die Papierfabrik Vreden wird von der Gesellschafterversammlung beschlossen. Insgesamt umfasst er sechs Stufen, die in den nächsten fünf Jahren verwirklicht werden sollen.

Neben der neuen Rohstoffanlage geht es um verschiedene Um- und Ausbauten an den Papiermaschinen. Demzufolge sollen eine Leimpresse und ein Obersieb für PM 3 als weitere Papiersorte die Testlinerproduktion ermöglichen. Dabei belaufen sich die Gesamtaufwendungen auf rund 30 Mio. DM.

Mit Wirkung ab 1. Juli wird Frank Brauckmann zum zweiten Geschäftsführer bestellt, womit seine Prokura erlischt. Er ist damit in der dritten Generation Nichtgesellschafter-Geschäftsführer, was einmalig in der deutschen Papierindustrie ist.