Geschichte

1981

Die Geschäfte laufen gut: Wegen weiterer Produktionssteigerung und des damit verbundenen höheren Dampfbedarfs wird die Inbetriebnahme eines zweiten Dampfkessels mit Schwerölfeuerung nötig.

1983

Aufgrund einer Auflage des Gewerbeaufsichtsamtes wird eine Lufttechnische Anlage in Betrieb genommen. Insbesondere bei ungünstigen Witterungsbedingungen auftretende Dampfschwaden sollen damit verringert und in größere Höhe abgeführt werden. Gleichzeitig dient die Anlage zur Rückgewinnung von Wasser und Wärme. Sie wird im Laufe der Jahre immer weiter optimiert, die Abluftkamine werden bis zum letzten Bauabschnitt 1998 erhöht. Im Laufe der Jahre wendet die Firma für diese Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen mehr als 1,5 Mio. DM auf. Durch weitere Ausbauten der Papiermaschinen in den vergangenen Jahren wird erstmalig die 100-Tonnen-Grenze pro Tag überschritten. Die Jahresproduktion beträgt 26.500 Tonnen.

1984

Durch einen geplatzten Abfüllschlauch laufen Anfang Dezember bei der Anlieferung 10.000 Liter Schweröl auf die Ausbachstraße. Das Öl bedeckt eine Fläche von rund 500 Quadratmetern Straße und Grünland.

Ein Teil der Ausbachstraße und des Grünlandes muss ausgekoffert werden. Das verschmutzte Erdreich wird auf einer Sondermülldeponie entsorgt.

Die Trockenpartie der Papiermaschine 1, die eine Arbeitsbreite von 1,60 Metern hat, wird im ersten Bauabschnitt durch eine neue mit einer Arbeitsbreite von 2,30 Metern ersetzt. Außerdem kauft die Papierfabrik ein Grundstück an der Berkelseite, womit sie zunächst keine weitere Ausdehnungsmöglichkeit mehr hat.

1986

Es ist soweit: Die Lagerhalle 2 wird fertig gestellt und in Betrieb genommen. Dadurch lässt sich deutlich mehr Neupapier lagern. Für den geplanten Durchfahrbetrieb ist diese Halle eine Grundvoraussetzung. Inzwischen ist die Tagesproduktion auf 110.000 kg angewachsen.

1988

Der erste Brandschaden in der Firmengeschichte ereilt die Papierfabrik. Rund 1.000 Tonnen Altpapier werden dabei vernichtet.

In den frühen Morgenstunden des 16. April steht das Altpapierlager zwischen Ausbachstraße und Ausbach in Flammen. Zwar kann die Brandursache nicht geklärt werden, vermutet wird aber Brandstiftung.

Indes wird technisch weiter nachgebessert. Nachdem bereits zwei Jahre zuvor die Trockenpartie der Papiermaschine 1 auf 2,30 Meter verbreitert wurde, wird nun die gesamte Sieb- und Pressenpartie auf die neue Arbeitsbreite ausgebaut. Der Stofflauf wird von der eigenen Werkstatt erstellt. Damit erhöht die Papierfabrik ihre Tagesproduktion auf rund 125.000 kg. Innerhalb eines Jahres können nun 35.000 Tonnen produziert werden.

Zudem gibt es ein Jubiläum: Im Juni wird nach etwas mehr als 35 Jahren die 500.000. Tonne Papier hergestellt.

1989

Gleich zu Jahresbeginn wird der Durchfahrbetrieb mit vier Schichten eingeführt. Vorausgegangen sind Verhandlungen mit dem Betriebsrat und umfangreiche Vorbereitungen mit Aufstockung des Personals um eine Zusatzschicht.

Stillstandstage sind fortan neben 1- bis 2-wöchigen Betriebsferien nur noch die Hochfeiertage Ostern, Pfingsten und Weihnachten sowie der 1. Mai und die Vredener Kirmes. In Zahlen bedeutet das, dass die Zahl der Arbeitnehmer auf 70 steigt. Jährlich wird an 330 Tagen gearbeitet. Bei einer Tagesproduktion von nunmehr 135.000 kg werden pro Jahr jetzt 44.000 Tonnen Neupapier erzeugt.

Wegen dieser Produktionssteigerung wird im ausgebauten Kesselhaus ein leistungsstarker Dampfkessel mit Erdgasfeuerung in Betrieb gewonnen. Diese Investition ist nicht nur für die Umwelt wichtig. Beide alte Dampfkessel mit Schwerölfeuerung werden stillgelegt. Ein zweiter Spilling-Dampfmotor mit Generator erhöht den Eigenstromanteil am im Laufe der Jahre immer weiter gestiegenen Gesamtbedarf auf rund 40 Prozent.